Wohnopia: Die kollektiven vier Wände

Localtimes Erfurt hat uns interviewt und dieser schöne Artikel ist daraus entstanden:

Die Grolmannstraße ist kein schöner Anblick. Die Häuserreihe in der Krämpfervorstadt erscheint grau in grau. Die Fassade bröckelt und viele Fenster wurden seit Jahren nicht mehr repariert. Für die einen sind die Häuser eine unattraktive Wohngegend. Für andere sind sie Grundlage einer wohngemeinschaftlichen Utopie.

Bezahlbarer Wohnraum wird auch in Erfurt allmählich ein Problem. Seit Ende der 90er Jahre ist der Mietspiegel in der Thüringer Landeshauptstatt stetig gestiegen. Im Schnitt ist die ortsübliche Vergleichsmiete heute zwischen 15 und 25 Prozent teurer als noch zu Beginn des Jahrtausends (1). Die Gentrifizierung schreitet voran und treibt die einkommensschwachen Bürger in die Stadtrandbezirke, wo fast zwangsläufig soziale Brennpunkte entstehen. Es ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, dem sich die Kommunen durch den steten Abverkauf von städtischen Gebäuden längst ergeben haben.

Vereinzelt gibt es sie aber, die Widerständler, die sich in Bürgerkommunen oder Hausgemeinschaften organisieren und sich dem Wohnungsmarkt entziehen. Weil es aber so wenige davon gibt, ist es häufig schwierig einen Platz darin zu ergattern. Mit dem Projekt „Wohnopia“, dass Ende 2012 von einigen Enthusiasten bei der „Erfurter Vernetzungskonferenz“ ins Leben gerufen wurde, gibt es derzeit die Möglichkeit sich einer alternativen Wohngemeinschaft anzuschließen. […] hier weiterlesen