Thüringer Allgemeine greift Forderung nach Anhandgabeverfahren auf

Die Thüringer Allgemeine hat ein Mitglied von uns zu unseren aktuellen Forderungen interviewt:

„Wohnopia heißt ein Verein für gemeinschaftliches Wohnen in Erfurt. Und er will sich in die Stadtpolitik einmischen. Warum und wie, erklärt Sabine Blumenthal von Wohnopia. „Das Anhandgabe-Verfahren würde die Rahmenbedingungen für gemeinschaftliche Wohnprojekte verbessern und wäre ein Beitrag, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, sagt sie. Dafür wollen sie die Verantwortlichen interessieren, erste Gespräche habe es schon gegeben.
Sozialer Wohnungsbau und bezahlbare Wohnungen beschäftigen auch den Stadtrat immer wieder. Der Wunsch des Vereins: Der Stadtrat soll festlegen, dass eine bestimmte Prozentzahl der zum Verkauf stehenden Kowo-Häuser als Anhandgabeverfahren über die Bühne gehen soll…“ weiterlesen
Thüringer Allgemeine vom 22.04.2017

Stadt(entwicklung) geht anders!

Wohnopia e.V. und der s.P.u.K. e.V.  organisieren gemeinsam die Veranstaltungsreihe „Stadt(entwicklung) geht anders!“.

13.04.17, 19 Uhr: Film „Buy Buy St.Pauli“
26.04.17, 19 Uhr Film „Das ist unser Haus!“
04.05.17, 19 Uhr Haus- und Wagenrat Leipzig

Erfurt unterliegt einem rasanten Wandel. Die Zahl der Einwohner_innen wächst Jahr seit einigen Jahren, bezahlbarer Wohnraum wird zunehmend knapp. Wo vor einigen Jahren noch Leerstand herrschte, wird heute schick und teuer saniert. Erfurt steht im Deutschlandweiten Immobilienranking auf einem der vorderen Plätze. Gleichzeitig gibt es Prestigeprojekte wie die ICE-City oder die BUGA 21.
Auch wenn viele Menschen die Auswirkungen dieser Entwicklung individuell zu spüren bekommen, hat eine breite gesellschaftliche Debatte darum gerade erst begonnen. Dies wollen wir mit dieser dreiteiligen Veranstaltungsreihe ändern. Wir wollen uns Anregungen von außen holen und zugleich mit möglichst vielen Menschen gemeinsam diskutieren, wie wir uns eine andere Stadtentwicklung für Erfurt vorstellen. Der Zeitpunkt dafür ist günstig, denn auch der Erfurter Stadtrat hat gerade beschlosssen, die Wohnungspolitik in Erfurt neu auszurichten.
Wenn ihr auch wollt, dass sich etwas ändert, dann kommt vorbei und diskutiert mit!

Eine Veranstaltungsreihe des s.P.u.K. – solidarische Politik und unkommerzielle Kultur e.V. und dem Wohnopia e.V., gefördert von der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen.

Wohnopia bringt sich in Stadtpolitik ein

Wir, das Wohnprojekt Wohnopia, fordern und setzen uns dafür ein, dass gemeinschaftliche und selbstverwaltete Wohnprojekte in die Überlegungen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Erfurt mit einbezogen werden. In den diesbezüglichen Anträgen und Beschlüssen des Erfurter Stadtrates werden bisher lediglich die großen Wohnungsunternehmen und privaten Investoren einbezogen. Dabei leisten gerade gemeinschaftliche Wohnprojekte wie Wohnopia einen ganz eigenen Beitrag zur Schaffung von dauerhaft bezahlbarem Wohnraum.
Eine Stadtpolitik, die fraktionsübergreifend die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum fordert, sollte auch passende Rahmenbedingungen für gemeinschaftliche Wohnprojekte schaffen. In diesen Prozess bringen wir uns gern mit ein.

Es geht weiter

Wir machen weiter. Zurzeit sind wir auf der Suche nach einem geeigneten Objekt in Erfurt, um unser Ziel des gemeinschaftlichen und selbstverwalteten Wohnens umzusetzen. Dafür gehen wir auch ganz neue Überlegungen an, wie zum Beispiel ein Neubau. Mitte November verbringen wir ein Gemeinschaftswochenende, um unsere Ideen und Pläne weiter zu vertiefen. Außerdem überarbeiten wir unsere Satzung.
Wir treffen uns weiterhin alle zwei Wochen, um das Projekt voran zu bringen. Jeden 4. Donnerstag im Monat findet der Wohnopia-Infoabend für alle Interessierte in der Lassallestr. 50 ab 19 Uhr statt.

Wohnopia kauft die Grolmannstraße nicht

Nach reiflicher Überlegung haben wir vom Verein Wohnopia uns entschieden, nicht an der Ausschreibung für die Grolmannstraße teilzunehmen.
Wir haben alle Fakten noch einmal zusammen getragen und lange mit uns gerungen. Ohne das von uns angestrebte Anhandgabeverfahren sehen wir keine reale Chance, eine Gemeinschaft zu formen, die die Verantwortung für ein Objekt in der Größe der Grolmannstraße auch langfristig tragen kann.
Doch Wohnopia lebt weiter. Gemeinschaftliches, selbstverwaltetes Wohnen bleibt unser Ziel. Die Suche nach geeigneten Objekten geht also genauso weiter wie die Diskussion über mögliche Formen der Umsetzung unserer Vorstellungen.