Presse Grolmannstraße

Die LINKE. Stadtverband Erfurt vom 05.11.2015

Linksfraktion verständigt sich zu Dreienbrunnenbad und zum Wohnprojekt Grolmannstraße

‘[…] Neben der Zukunft des Dreienbrunnenbades hat sich DIE LINKE-Stadtratsfraktion mit dem Wohnprojekt Grolmannstraße befasst. Mitglieder des Wohnopia e.V. haben der Fraktion ihre Pläne für die Nutzung des KoWo-Blocks in der Krämpfervorstadt dargelegt und um politische Unterstützung sowohl im Stadtrat, als auch im Aufsichtsrat der KoWo geworben. „Die Fraktion hatte seinerzeit den Aufruf zur inhaltlichen Unterstützung dieses spannenden Projektes der „Stadtentwicklung von unten“ mit unterstützt und wir wollen das Projekt auch im Aufsichtsrat der KoWo positiv begleiten.“ erklärt Matthias Bärwolff.

Diese Art von Entwicklungsprojekt will bezahlbare Mieten ebenso sichern, wie eine Quartiersentwicklung von den Bürgerinnen und Bürgern her anstoßen. Mit der Kooperation von Wohnopia und dem Mietshäuser Syndikat soll Wohnraum der Spekulation am Immobilienmarkt entzogen werden. Matthias Bärwolff versicherte abschließend den anwesenden Mitgliedern des Wohnopia e.V. die Unterstützung der Linksfraktion: „Wir leben in einer wachsenden Stadt. Das zieht Immobilien-Spekulanten magisch an. Die steigenden Mieten und den knapp werdenden Wohnraum spüren die Erfurterinnen und Erfurter zunehmend. Das Wohnprojekt Grolmannstraße geht hier einen neuen Weg, den wir unterstützen sollten. Es gibt nicht mehr viele Chancen, derartige Projekte in der Stadt zu realisieren. Es ist sicherlich ein Experiment, aber eines, das wir guten Gewissens wagen sollten“.’ [Link zur PM]


 

Local Times Erfurt vom Oktober 2015

Wohnopia: Die kollektiven vier Wände

Die Grolmannstraße ist kein schöner Anblick. Die Häuserreihe in der Krämpfervorstadt erscheint grau in grau. Die Fassade bröckelt und viele Fenster wurden seit Jahren nicht mehr repariert. Für die einen sind die Häuser eine unattraktive Wohngegend. Für andere sind sie Grundlage einer wohngemeinschaftlichen Utopie.

Bezahlbarer Wohnraum wird auch in Erfurt allmählich ein Problem. Seit Ende der 90er Jahre ist der Mietspiegel in der Thüringer Landeshauptstatt stetig gestiegen. Im Schnitt ist die ortsübliche Vergleichsmiete heute zwischen 15 und 25 Prozent teurer als noch zu Beginn des Jahrtausends (1). Die Gentrifizierung schreitet voran und treibt die einkommensschwachen Bürger in die Stadtrandbezirke, wo fast zwangsläufig soziale Brennpunkte entstehen. Es ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, dem sich die Kommunen durch den steten Abverkauf von städtischen Gebäuden längst ergeben haben.

Vereinzelt gibt es sie aber, die Widerständler, die sich in Bürgerkommunen oder Hausgemeinschaften organisieren und sich dem Wohnungsmarkt entziehen. Weil es aber so wenige davon gibt, ist es häufig schwierig einen Platz darin zu ergattern. Mit dem Projekt „Wohnopia“, dass Ende 2012 von einigen Enthusiasten bei der „Erfurter Vernetzungskonferenz“ ins Leben gerufen wurde, gibt es derzeit die Möglichkeit sich einer alternativen Wohngemeinschaft anzuschließen. […] hier weiterlesen


Unsere Neue Zeitung vom 11.08.2015

Alle bestimmen mit

Die Häuser denen, die drin wohnen!

„Wir brauchen keine Hausbesetzer, denn die Häuser gehören uns“, trällerte einst Rio Reiser, legendärer Sänger der Band Ton Steine Scherben. Das Besetzen von Häusern scheint nicht mehr ganz en vogue, dafür sind Hausprojekte umso stärker im Kommen.  Seit über 20 Jahren berät das Mietshäuser Syndikat deutschlandweit selbstorganisierte Hausprojekte, „damit diese dem Immobilienmarkt entzogen werden“. Derzeit sind 97 Projekte und 23 Initiativen dabei. Neben dem Projekt Wohnopolis (www.wohnopolis.de), dass in Erfurt in der Lassallestraße bereits ein Haus übernommen hat und nicht nur Wohnen, sondern auch andere Projekte voran treibt, gibt es in Thüringen eine Gruppe, die sich im Eisenberger Bahnhof einen Traum erfüllt.   

Während die Politik mit der Mietpreisbremse bestenfalls an Symptomen herumdoktert, entstehen in Erfurt in der Grolmannstraße (wohnopia.wordpress.com) und der Magdeburger Allee zwei neue Projekte, die Unterstützung  verdienen. Ein effizienteres Mittel gegen Mietwucher und dafür, dass die Häuser denen gehören, die drin wohnen, dürfte es derzeit nicht geben! 

UNZ sprach mit Sabine Blumenthal über das Wohnprojekt Grolmannstraße.

Wie kam es zur Idee in der Grolmannstraße ein Hausprojekt zu starten?

Auf der ersten Erfurter Vernetzungskonferenz zur Nachhaltigkeit haben sich viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen getroffen. Zwei Frauen fragten: „Wer hat Lust, sich an einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt zu beteiligen?“ Daraufhin haben sich eine ganze Reihe von Menschen zusammengetan. Zwei Leute aus der Gruppe wohnen in der Grolmannstraße, die fast leer steht. Warum also nicht das Gebäude übernehmen? Wir haben uns in der l50 getroffen und über die Projektvernetzung im Mietshäuser Syndikat kamennoch mehr  dazu.

Was unterscheidet die Grolmannstraße von anderen Hausprojekten?

Wir stehen noch am Anfang. In der Lassallestraße wohnen schon Leute. Auch in der Magdeburger Allee soll noch ein Projekt entstehen. Bei uns geht es jetzt darum, bis Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres das Haus von der Kowo (Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH) zu kaufen. Die Kowo hat uns mündlich eine Ausschreibung nach Konzeptverfahren zugesichert. […] hier weiterlesen


Beitrag in der „Brücke“: Die Hausidee – nicht von Pappe


Pressemitteilung des Wohnopia e.V. vom 24.06.2015

Wohnen ganz neu gestalten

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Thüringische Landeszeitung vom 29.05.2015

Projekt „Wohnopia“ in Erfurt: Ohne Konzept auf Förderung aus

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Der Erfurter Stadtrat hat sich am Mittwoch per dringlicher Entscheidungsvorlage zur ideellen Unterstützung des Projekts Wohnopia an der Grolmannstraße selbst in die Pflicht genommen.

 Erfurt. Doch es gab auch eine verbale Ohrfeige von Bürgermeisterin Tamara Thierbach für Teil 2 des Antrags. Alle Fraktionen des Stadtrats hatten die Vorlage vereint eingebracht und beschlossen sie folglich. Wohnopia sieht das gemeinschaftliche Bewirtschaften des Wohnkomplexes vor, in dem das generationsübergreifende, soziale und von allen als „gute Initiative“ und „zukunftsweisend“ bezeichnete Projekt beheimatet ist. Mit Punkt 2 der Vorlage soll die Stadtverwaltung für das Projekt ein Votum zur Unterstützung an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend richten. Bedingung für eine finanzielle Förderung des Vorhabens ist der Einsendeschluss: Ende Mai. „Das geht doch nicht“, schimpfte Thierbach – erst Minuten vor der Stadtratssitzung sei ihr der Antrag zur Kenntnis gegeben worden. Zudem: Die Grolmannstraße 9 gehöre der Kowo. Der Wohnungsgesellschaft sei das Projekt zwar mündlich bekannt gemacht, ein Konzept aber bislang nicht schriftlich vorgelegt worden. Nur ein Manko, festgestellt nach rascher Durchsicht der Unterlagen. „Wir können doch keine Unterstützung zusagen, wenn wir die Grundlagen dafür nicht kennen“, entrüstete sich Thierbach. Unklar sei auch, ob die vom Ministerium geforderte Mitfinanzierung durch Dritte gegeben sei, um überhaupt an der Wettbewerbsausschreibung teilzunehmen. Das Projekt werde keinesfalls abgelehnt, aber von den Fraktionen sei mehr Vorarbeit zu erwarten gewesen, als eine aus zwei Sätzen bestehende Vorlage. „Da ist noch viel zu tun“, stöhnte Thierbach. Fachlich, rechtlich und inhaltlich müsse eine Prüfung erfolgen – „kurz vor knapp“ – das nahe Monatsende vor Augen.

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Radio F.R.E.I. am 06.05.2015

Hausprojekt in der Grolmannstraße


hEFt für literatur, stadt und alltag vom April 2015

Gemeinschaftliches Wohnen in der Krämpfervorstadt

hEFt Gemeinschaftliches Wohnen in der Krämpfervorstadt-001


Radio F.R.E.I. am 22.02.2015

Stadtsenden Spezial


Thüringische Landeszeitung vom 04.02.2015

„Wohnopia“: Idee für ein Wohnprojekt in Erfurt

Gemeinschaftliches Wohnen von mehreren Generationen, sozialverträgliche Mieten und ein Konzept, das den Mietern nicht nur ein Mitbestimmungsrecht einräumt, sondern Selbstverwaltung gestattet – all das möchten die Menschen verwirklichen, die hinter der Idee von „Wohnopia“ stecken.
Erfurt-Krämpfervorstadt. Der Plan: Eine sanierungsbedürftige und überwiegend leerstehende Häuserzeile der Grolmannstraße soll erworben werden, um dort ein Wohnprojekt anzusiedeln. Zu diesem Zweck hat sich der Verein „Wohnopia“ gegründet. Sabine Blumenthal und Martin Abramowski gehören zu den Mitstreitern, die zunächst unter dem Arbeitstitel „Wohnprojekt Grolmannstraße“ ihre Ideen entwickelt und weitere Interessenten gesucht haben. Zeitlich können sich die Initiatoren noch nicht festlegen. Unter anderem deshalb, weil die Häuserzeile, die der kommunalen Wohnungsverwaltung (Kowo) gehört, noch nicht zum Verkauf ausgeschrieben wurde. Handlungsfähig wollen sie jedoch sofort sein, wenn es soweit ist – und liegen quasi schon in den Startlöchern. „Wir würden uns freuen, wenn unser Projekt in den nächsten zwei Jahren über die Bühne gehen könnte“, sagt Martin Abramowski. […] hier weiterlesen

Radio F.R.E.I. auf dem Stadtteilfest Krämpf-fresh am 29.09.2014
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