Über das Wohnprojekt

Wir, der Wohnopia e.V., wollen ein gemeinschaftliches und generationsübergreifendes Wohnprojekt in Erfurt gründen. Dafür möchten wir gemeinsam mit dem Mietshäuser Syndikat ein oder mehrere Häuser in Erfurt in Erbpacht kaufen, sanieren und für dauerhaft bezahlbare Mieten darin wohnen. Demnächst steht der Verkauf zweier zentral gelegenen Mehrfamilienhäuser mit einem wunderschönen großen Garten in der Talstraße 15 und 16 an. Nur mit dem geplanten Konzeptverfahren haben wir eine Chance, uns bei einer Ausschreibung gegen Immobilienunternehmen durchzusetzen.

Die beiden Häuser: Talstraße 15-16

Dazu bedarf es noch einiger Vorbereitung! Falls unser Konzept überzeugt, werden wir genügend Direktkredite von Menschen sammeln, um ein Bankdarlehen zu erhalten und die Häuser zu sanieren. Für den gesamten Prozess und um schließlich gemeinsam dort einzuziehen, suchen wir noch Mitstreiter*innen. Neugierig geworden?

Wer wir sind:
Wir Vereinsmitglieder gehören ganz unterschiedlichen Altersgruppen an. Von jungen Familien und Alleinstehenden sowie Pärchen mittleren Alters bis hin zu Menschen kurz vor dem Ruhestand, Menschen mit oder ohne Behinderung, aus verschiedenen Ländern, verschiedenen Berufen und mit verschiedenen Geldbörsen.

Wir suchen noch weitere Mitstreiter*innen:
Wir sind immer noch auf der Suche nach weiteren Mitstreiter*innen, die mit uns gemeinsam das Hausprojekt auf die Beine stellen möchten! Dabei möchten wir besonders auch Menschen älterer Generationen ermutigen, bei uns mitzumachen. Kommen Sie gerne zu einem Interessiertentreffen, jeden dritten Donnerstag im Monat um 19 Uhr in der Lassallestraße 50 in Erfurt oder schreiben Sie uns.

Was heißt das genau?

Gemeinschaftlich: Wir möchten gemeinschaftlich miteinander leben, statt nebeneinander her. Das bedeutet, sich im Lebensalltag gegenseitig zu unterstützen, zum Beispiel, für die Nachbarin zur Apotheke zu gehen, wenn sie krank ist oder auch mal die Kinder des Nachbarn vom Kindergarten abzuholen. Außerdem wollen wir Gemeinschaftsräume nutzen, um zusammen zu feiern oder zu kochen. Privatsphäre und Rückzugsorte sollen dabei aber nicht zu kurz kommen! Die ehemalige Kneipe im Erdgeschoss der Auenstraße 15 wollen wir als öffentlichen, selbstverwalteten Raum und Kiezanlaufstelle für die Nachbarschaft neu eröffnen.

Generationsübergreifend und inklusiv: Bei uns sollen jung und alt, arm und reich, von hier und dort zusammen wohnen können. Für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen möchten wir möglichst barrierearme Wohnungen schaffen.

Mietshäuser Syndikat: Wir wollen unser Projekt gemeinsam mit dem Mietshäuser Syndikat umsetzen. Das Mietshäuser Syndikat ist ein Verbund von Hausprojekten. Eines der Ziele ist es, Grundstücke und Häuser dem Immobilienmarkt zu entziehen. Es wird gemeinschaftlicher Besitz geschaffen, der niemandem allein gehört und an dem sich niemand finanziell bereichern kann. Da die Häuser nicht für Spekulationszwecke verkauft werden können, bleiben sie für immer als Mietshäuser erhalten.

„Das ist unser Haus!“ – Informationsfilm über das Mietshäuser Syndikat von der  SEELAND Medienkooperative.

Leistbare Mieten: Es soll nicht am Geldbeutel hängen, wer bei uns mitmachen kann. Deswegen planen wir leistbare und solidarische Mieten zu schaffen.

Selbstorganisiert: Wir sind selbstorganisiert, das heißt alle Mieter*innen sind gleichzeitig Vermieter*innen. Wir planen und organisieren das Wohnprojekt gemeinsam. Alle können mitbestimmen, wie hoch die Miete ist, was wie saniert wird und wer einzieht. Dabei kann jede Person ihre Talente einbringen, sei es handwerkern, organisieren von Terminen oder Veranstaltungen, die Buchhaltung übernehmen, Konflikte lösen oder Plakate gestalten.

Konsens: Entscheidungen sollen nicht gegen eine Minderheit getroffen werden. Aus diesem Grund haben wir uns ein Konsensmodell erarbeitet, bei dem die Einbindung aller Betroffenen im Vorfeld einer Entscheidung oberste Priorität besitzt.

Nachhaltig: Für uns ist das Thema Nachhaltigkeit wichtig. Dazu gehört ressourcenschonend zu leben. Deshalb möchten wir gemeinsam Räume, Autos und Geräte nutzen. Außerdem wollen wir das Haus ökologisch sanieren und gemeinsam gärtnern.

Stadtteil: Über das Wohnen hinaus möchten wir in den umliegenden Stadtteil, die Andreasvorstadt, hineinwirken. Dafür soll aus der ehemaligen Kneipe im Erdgeschoss der Talstraße 15 ein öffentlicher und offener Raum entstehen, der für Begegnungen, Spieleabende, Lesungen uvm. genutzt werden kann (Kiezanlaufstelle).

Mehr Infos gibt es im FAQ – Häufig gestellte Fragen

 

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3 Gedanken zu “Über das Wohnprojekt

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